Panorama

Bestechungsskandal: Felicity Huffman muss 14 Tage ins Gefängnis

Im Hochschul-Bestechungsskandal ist Schauspielerin Felicity Huffman zu zwei Wochen Gefängnis verurteilt worden. Das entschied das zuständige Gericht in Boston, wie unter anderem die „Washington Post“ und die “ New York Times“ berichteten. Die 56-Jährige ist damit die erste Angeklagte, die in der Affäre bestraft wird.

Zudem wurde Huffman, die vor allem durch ihre Rolle als Lynette Scavo in der US-Serie „Desperate Housewives“ bekannt ist, zu einer Geldstrafe von 30.000 Dollar (27.000 Euro) und 250 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt. Die Schauspielerin hatte sich bereits im Mai schuldig bekannt, 15.000 Dollar Schmiergeld gezahlt zu haben, damit Antworten ihrer ältesten Tochter beim landesweiten Einstufungstest SAT nachträglich aufgebessert wurden.

Weitere US-Prominente sind angeklagt

Laut „Washington Post“ entschuldigte sich Huffman vor der Urteilsverkündung unter Tränen bei ihrer Tochter, die von der Schmiergeld-Zahlung ihrer Mutter nichts gewusst hatte. „Ich hatte Angst, ich war dumm und ich lag so falsch“, sagte die Schauspielerin demnach. Sie schäme sich zutiefst für das, was sie getan habe und verdiene jede Strafe, die das Gericht ihr gebe.

Der Skandal um die Hochschul-Bestechungen hatte weite Kreise gezogen. Um ihre Kinder in Yale, Stanford oder Georgetown unterzubringen, sollen Dutzende Prominente und andere wohlhabende Eltern Mitarbeiter an Colleges und Universitäten in den USA bestochen haben. Das Strafmaß von Freitag gilt auch als Fingerzeig für die Verhandlungen gegen eine Reihe weiterer Angeklagte. Unter ihnen sind unter anderem auch die Schauspielerin Lori Loughlin aus der Sitcom „Full House“ und ihr Mann, der Modedesigner Mossimo Giannulli.

Huffman, die 2006 für einen Oscar nominiert worden war, hatte gehofft, um eine Gefängnisstrafe herum zu kommen. Ihre Anwälte hatten das Gericht gebeten, lediglich eine Bewährungsstrafe, eine Geldbuße und Sozialdienste zu verhängen. Die Anklage hingegen hatte auf einen Monat Haft und eine Geldstrafe von 20.000 Dollar plädiert.

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